Das (extrem) rechte Weltbild

Kern rechter Ideologien ist die Überzeugung der Ungleichwertigkeit von Menschen und die Vorstellung einer sozialen Ordnung, die sich in »oben« und »unten« strukturiert und mehr über das Gegeneinander denn über das Miteinander definiert.

»Rechte Lebenswelten« sind Systeme von Lebens- und Wertvorstellungen, Normen und Verhaltensmustern, die darauf angelegt sind, soziale Beziehungen gleich welcher Art zu hierarchisieren. Aufgrund der (zugewiesenen) Zugehörigkeit zu einer (oft konstruierten) Gruppe wird der soziale Status des Einzelnen bestimmt. Es wird dessen »Wert« und »Unwert« bestimmt, dessen Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit festgelegt und folglich über dessen Ein- und Ausschluss entschieden. Die Merkmale über die Menschen untergeordnet werden, sind vielfältig: Konstruierte Fremdheit, Geschlecht, sexuelle Orientierung, körperliche Schwäche, angeblich mangelnde Leistungsfähigkeit und manches mehr.

Dieses Weltbild stützt sich auf Ungleichheits-Ideologien, die nachfolgend einzeln erklärt sind. Diese Ideologien sind aneinander geknüpft, müssen jedoch nicht immer zusammen auftreten und gleichermaßen ausgeprägt sein. So können auch Schwule und Lesben rassistisch und antisemitisch sein und behinderte Menschen können extrem rechts sein, ohne einen Ableism zu vertreten. Ungleichheitsideologien sind jedoch kein Phänomen eines rechts-radikalen gesellschaftlichen Randes, sondern allgegenwärtig.

Eine weiteres zentrales Element des nationalsozialistischen Weltbild ist die Errichtung einer Volksgemeinschaft als Gegenmodell zu einer pluralistischen Gesellschaft. Nachfolgend findet sich auch eine Abhandlung zur Volksgemeinschaft.

 

Bild 1: Sexismus und Rassismus in einem Motiv (»I hope your baby's white«) und die Verherrlichung des Nationalsozialismus auf den anderen Shirts, über die 88 und das Motiv »Heldengedenken« (»Sie waren die besten Soldaten der Welt«)

 

rassismus sexismus © St. Heide