Freiheit für Wolle

Der Angeklagte im Münchner NSU-Prozess Ralf Wohlleben, genannt Wolle, erfährt von vielen Neonazis Unterstützung und Sympathie. Er kooperiert nicht mit den Behörden, gilt als unbeugsam und manchen auch als Justizopfer. Eine neonazistische Kampagne »Freiheit für Wolle«, die die Freilassung von Ralf Wohlleben fordert, hat als Logo das Bild eines braunen Schafes. Dieses wird auf Buttons und Shirts gezeigt sowie über Soziale Netzwerke verbreitet.

Neonazis drücken ihre Unterstützung für Wohlleben auf vielfältige Weise aus. So präsentierten neonazistische Fußballfans aus Chemnitz 2015 bei einem Fußballspiel ein Spruchband mit der Aufschrift »Komme was da wolle, dich kriegen sie nicht klein«, bei dem das Wort »wolle« rot hervorgehoben war – eine chiffrierte, aber dennoch unmissverständliche »Grußbotschaft« an Wohlleben.

freiheit für wolle shirt © St. Heide