Ahu!

Bei vielen rechten Kundgebungen und Aufmärschen ertönen von größeren Personengruppen »Ahu«-Rufe. »Ahu« findet sich zudem auf Bekleidungsmotiven und dient in sozialen Netzwerken als Grußform und Parole. "Ahu" ist rassistisch / antimuslimisch besetzt und zugleich Bekenntnis zu einem soldatischen Männlichkeitsideal.

»Ahu!« geht zurück auf den Film „300“ aus dem Jahr 2007. Der Streifen erzählt eine fiktive Version der »Schlacht bei den Thermopylen«, die etwa 480 v. Chr. stattfand. Damals sollen sich 300 Krieger aus Sparta in Griechenland einem vielfach überlegenen persischen Heer entgegengestellt haben. Ihr Schlachtruf im Film ist »Ahu!«. Der Film verknüpft den Mythos des »Opfergangs« für Volk und Heimat mit weiteren Elementen soldatischer Männlichkeit. Inspiriert durch »300« wurden die Krieger Spartas hierzulande für extrem rechte Gruppen wie die Identitäre Bewegung und die Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) zu historischen Bezugsgrößen und werden von ihnen zu Verteidigern eines Europas gegen die »Invasion aus dem Morgenland« stilisiert.

Ausführlicher: Fallbeispiel »300«: Ein Hollywoodfilm als rechter Selbstbedienungsladen.

ahu frau © Chris Ritter