Landser (Band)

Die Berliner Band Landser kennen hierzulande wohl alle Neonazis. Sie war von ihrer Gründung 1991 bis zur Auflösung 2003 in der militanten Szene verwurzelt und agierte bis zur Enttarnung ihrer Mitglieder im Jahr 2000 als Untergrundband. Sie koppelte textliche Vernichtungsfantasien mit Stimmungsmusik, viele ihrer Lieder gelten heute bei Neonazis als »Kultsongs«. 2004 wurden die Bandmitglieder wegen der »Bildung einer kriminellen Vereinigung« verurteilt. Der Bandleader Michael Regener (alias »Lunikoff«) gründete nachfolgend die Band Die Lunikoff-Verschwörung.

Bandlogo von Landser ist ein über dem »L« liegendes Schwert. Es ist einem Abzeichen der SS nachempfunden (Bild 6). Landser nutzte auch das »L« in der auf Bild 2 gezeigten Schrift, das seit 2003 der Band Die Lunikoff-Verschwörung als Logo dient.

Selbstbezeichnungen von Landser sind »Braune Musik Fraktion« und »Terroristen mit E-Gitarre«. In Sozialen Netzwerken geben Fans häufig CD-Titel und Liedtextfragmente der Band wieder. So bezieht sich der Ortseintrag »Republik der Strolche« auf den gleichnamigen Titel einer Landser-Produktion von 1995. Ein weiteres Beispiel hierfür findet sich unter dem Eintrag Ku Klux Klan.

»Landser« sind auch die einfachen Soldaten der Wehrmacht. Diese bildete die Band Landser auf Covers und in Motiven häufig ab.

 

Bild 4: »Deutsche Wut« ist ein 1998 erschienenes Lied der Band Landser, das in Neonaziszenen sehr populär wurde. Darauf bezieht sich dieses Shirt-Motiv.

Bild 5: Der Spruch auf diesem Kinder-Shirt zitiert fast originalgetreu eine Strophe des Liedes »Arisches Kind« von Landser.

Bild 7: Die Landser-Veröffentlichungen »Ran an den Feind« und »Rock gegen ZOG« (siehe: ZOG) erschienen 2000 und 2003.

 

landser auto eingang © Peter Jülich