Musik

Musik ist der bedeutendste Faktor der politischen Sozialisierung von Jugendlichen. Musik spricht emotional an, bietet Zugehörigkeit zu einer Szene und gestaltet über Partys und Konzerte eine Erlebniswelt. Und sie vermittelt politische Inhalte oft besser und nachhaltiger, als es Reden und Flugblätter vermögen.

Extrem rechte Musik umfasst neben verschiedenen Spielarten von Rockmusik (RechtsRock) auch andere musikalische Sparten, zum Beispiel Liedermacher_innen oder Rapper_innen. Party-Kompatibilität weit über die eigenen politischen Szenen hinaus erreichen Veröffentlichungen, in denen neonazistische Musiker populäre Stimmungs-Hits nachspielen und mit extrem rechten Texten versehen.

Im Jahr 2016 waren mindestens 170 deutsche RechtsRock-Bands aktiv. Sie spielten in diesem Jahr 160 Konzerte, veröffentlichten 84 professionell produzierte CDs oder steuerten zumindest Beiträge zu CD-Samplern bei. Alleine mit den Symbolen extrem rechter Rockbands ließe sich eine ganze Versteckspiel-Broschüre füllen. Denn wohl jede dieser Bands hat ihr eigenes Logo. Meist sind die Bandnamen oder Bandinitialien in einem unverwechselbaren Design oder als Emblem gestaltet.

Viele neonazistische Gruppen bemühen sich, durch die Organisierung von Konzerten und Verbreitung von Musik-CDs ihren Einfluss zu erweitern. Zudem setzt das Geschäft mit der Neonazi-Musik und dem Band-Merchandise alljährlich Millionen um und finanziert politische Aktivitäten.

In welchen Musikrichtungen neonazistische Einflussnahmen und Adaptionsversuche erfolgreich waren, ist nachfolgend beschrieben. Dies meint nicht, dass strategisch durchgeführte rechte Unterwanderungen stattfinden. In der Regel bringen rechte Musikfans ihre politische Einstellung in ihren Musikszenen zum Ausdruck.

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