Nationaldemo-kratische Partei Deutschlands (NPD) / Junge National-demokraten (JN)

Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) ist die älteste noch bestehende neonazistische Partei in Deutschland. Sie hat circa 5.000 Mitglieder. Wenngleich sich extrem rechte Wähler_innen derzeit stark der Alternative für Deutschland (AFD) zuwenden, hat die NPD Anfang 2017 immerhin noch knapp 300 kommunale Mandate inne. Das Bundesverfassungsgericht entschied im Januar 2017, die NPD nicht zu verbieten. Es erklärte, die Partei sei verfassungsfeindlich und mit dem Nationalsozialismus wesensverwandt, derzeit jedoch zu bedeutungslos, um die Freiheitlich Demokratische Grundordnung zu gefährden.

Jugendorganisation der NPD sind die Jungen Nationaldemokraten (JN), die zugleich völkisch und modisch angepasst auftreten. In dem Artikel »Alles volkstreu oder was? Nationale Jugend mit Nasenring« in der JN-Zeitschrift Der Aktivist (Nr.1/2016) bezeichnet der JN-Bundesvorsitzende Sebastian Richter HipHop, Hardcore und »Popbereich« als »abartige Jugendkulte«. Er schreibt, die JN seien »keine »Volkstanzextremisten«, aber auch keine Weißen mit negroiden Verhalten – wir wollen das gesunde Mittelmaß!«.

NPD und JN benutzen verschiedene Parteiembleme, darunter das jeweilige Organisationskürzel mit einem nach rechts oben gerichteten Pfeil in Rot-Weiß gehalten. Mit der Fusion der NPD mit der Partei Deutsche Volksunion im Jahr 2011 entstand das neue Parteilogo NPD – Die Volksunion. In der Symbolik der NPD wird häufig das Zahnrad verwendet. Über den Verlag ihrer Parteizeitung Deutsche Stimme betreibt die NPD eine regelrechte Vermarktungsindustrie. NPD-Accessoires gibt es als Aschenbecher, Tischwimpel, Bettwäsche und vieles mehr.

Unterschriften © St. Heide