Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa)

Das Netzwerk der Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) entstand 2014. Mit Aufmarsch-Mobilisierungen und über Soziale Netwerke erreichte es neben Neonazis auch »erlebnisorientierte« Fußballfans, die sich selbst als »nicht extremistisch« oder gar antipolitisch verstehen. Als musikalisches Sprachrohr von HoGeSa traten die Bands Kategorie C – Hungrige Wölfe und der Rapper Villain051 auf. HoGeSa machte die Parole »Ahu!« und das Kürzel ASAB (»All Salafists Are Bastards«) bekannt.

An einer Demonstration von HoGeSa am 26. Oktober 2014 in Köln nahmen über 4.000 Personen teil, zum erheblichen Teil Neonazis. Danach rieb sich HoGeSa in Streits und Spaltungen auf. Als Aktions-Zusammenhang tritt es 2017 kaum mehr in Erscheinung.

Das Label HoGeSa wurde von Anfang an professionell vermarktet und wird noch heute häufig auf extrem rechten Versammlungen und unter rechten Fußballfans gezeigt, meist in Verbindung mit den HoGeSa-Mottos »Die Familie hält zusammen« und »Gemeinsam sind wir stark«. Angeboten werden unter anderem Bekleidung und Gürteltaschen.

 

Bilder 1 und 2: Das HoGeSa-Shirt-Motiv zeigt das Konterfei des Hitlerjungen nach einem bekannten historischem Vorbild (siehe auch Hitler-Jugend).

Bild 5: Die Spendendose steht sinnbildlich dafür, dass das Label HoGeSa von Anfang an kommerziell ausgebeutet wurde. Bereits Ende 2014 gab es Vorwürfe gegen HoGeSa-Aktive, Gelder aus dem Verkauf von HoGeSa-Merchandise veruntreut zu haben, die dem Netzwerk hätten zugute kommen sollen. Dies trug zum Zerfall der HoGeSa-Struktur ab Ende 2014 bei.

Bild 6: Die extrem rechte Marke Eastfight aus Zwickau verbreitet ein Motiv mit Aufschrift »HoGeSa Support - Clean your District«.

hogesa shirt eingang © Recherche Nord