Antisemitische Feind-Bilder

Die Bildsprache war nicht erst im Nationalsozialismus gängiges Mittel antisemitischer Propaganda. Jüdische Menschen wurden beispielsweise als Ungeziefer und Ratten dargestellt, auch wurden Bilder und Zeichnungen von ihnen mit angeblich charakteristischem Aussehen (zum Beispiel mit Hakennase) verbreitet. Solcher Karikaturen bedienen sich Neonazis auch heute, beispielhaft zu sehen in dem abgebildeten CD-Booklet der deutschen Neonazi-Band Faustrecht, in dem die US-amerikanische Symbolfigur Uncle Sam entsprechend gezeichnet ist (Bild 3). Sie dient der Illustration des Liedtextes »Die Macht des Kapitals«

Dresdner Fußballfans zeigten 2011 bei einem Fußballspiel ein Stoffstück, auf das die Comicfigur eines Juden im Trikot des FC Hansa Rostock gemalt war. Es sollte das Rostocker Team und deren Fans als Juden beleidigen (Bild 1). Dieses Foto wurde von Dresdner Fußballfans über Soziale Netzwerke verbreitet.

Die Parole »Kampf dem ewigen Kapitalismus« (Bild 2) bezieht sich unzweifelhaft auf den antisemitischen Propagandafilm »Der ewige Jude«, der 1940 von der Reichspropagandaleitung der NSDAP herausgebracht wurde. Das Motiv des Kraken, der die Welt umschlingt, ist einer antisemitischen Karikatur im NS-Propagandablatt Der Stürmer (Bild 2, rechts) nachgezeichnet.

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