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Hardcore/Hatecore
Hatecore ist ursprünglich eine musikalisch wie textlich brachiale Interpretation des Hardcore, ein schneller, eingängiger Punkrock, der auf Elemente der Stimmungs- und Partymusik weitgehend verzichtet.
Während Punk Spaß und Individualität obenan stellt, transportiert Hatecore ausschließlich Aggression und Hass. Diese Grundessenz und die daran gekoppelte Ästhetik martialischer Geschlechterbilder (v.a. Männerbilder) bieten ein Einfallstor für rechte Adaption. Viele extreme Rechte bewegen sich in oder am Rande der weitgehend entpolitisierten Hardcore-Szenen. Wenngleich dies häufig mit zunehmender Entfremdung von neonazistischen Kameradschaften und Aktivitäten einhergeht, so ist dies nicht zwingend mit einer ideologischen Abkehr und einem erklärten Ausstieg verbunden. Der in den 80er-Jahren im eher linken Kontext entstandene Begriff des Hatecore dient heute fast ausschließlich als Synonym für neonazistische Hardcore-Musik. Deren bekannteste Vertreter sind die Bands Max Resist und Blue Eyed Devils (beide aus den USA) und in Deutschland die Bands Moshpit, Race Riot und Hate Society (aufgelöst, Logo siehe S. 24). Populär unter Neonazis ist die Verfremdung von Slogans und Logos der linken Hardcore-Szene. Der antifaschistische Slogan Hardcore is more than music erfährt seine Umkehrung durch Hatecore is more than music, das aus linken Hardcore-Kreisen stammende Kampagnen-Logo Good Night White Pride wird in Good Night Left Side verkehrt. Das X als Erkennungszeichen linker und gegen Drogen eingestellter Hardcorefans findet sich im Logo des so genannten NSHC (Nationalsocialist Hardcore) wieder.