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Heimattreue Deutsche Jugend/HDJ
Die Heimattreue Deutsche Jugend war eine neonazistische Organisation, die im März 2009 aufgrund ihrer »Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus« vom Bundesinnenministerium verboten wurde.
Die HDJ widmete sich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie stand in der Kontinuität der Hitlerjugend und der 1994 verbotenen Wiking- Jugend und stellte mit der stilistischen und ästhetischen Nachahmung dieser Vorbilder einen bewussten Gegenpol zur neonazistischen Popkultur. Sie war im ganzen Bundesgebiet aktiv, häufig bestanden Doppelmitgliedschaften bei den Jungen Nationaldemokraten, der NPD und anderen neonazistischen Gruppen. Die HDJ führte im wesentlichen Zeltlager, Fahrten, »Heimabende« und andere Gemeinschaftsveranstaltungen durch. Dies spiegelte sich in der Auswahl der Symbole und Namen wider: Die von der HDJ herausgegebene Zeitschrift hieß Funkenflug, das Organisations- Emblem zeigte ein stilisiertes Lagerfeuer in den Farben schwarzweiß- rot. Die Gruppen der HDJ fielen durch einheitliche Bekleidung und Uniformierung wie z.B. blauen »Jungendschafts-Jacken« auf. Bei internen Initiationsriten schwörten Kinder und Jugendliche den Eid auf eine weiße Fahne. Nach dem Verbot treten ehemalige Aktive der HDJ auf Aufmärschen und auf Lagern häufig mit schwarzen Hosen und weißen Hemden bzw. Blusen auf. Der Mythos der »leeren« weißen Farbe, die als Ersatz dient für Fahnen/ Symbole/Uniformen, deren öffentliches Zeigen verboten ist, geht auf die SA zurück.