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Rudolf Heß
Rudolf Heß ist eine der Kult- und Märtyrerfiguren der extremen Rechten. Heß war der Stellvertreter Adolf Hitlers in der NSDAP. Er flog 1941 aus eigenem Antrieb nach Schottland, um mit England einen Separatfrieden auszuhandeln und damit einen Zweifrontenkrieg zu verhindern.
Dort wurde er interniert und bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zu lebenslanger Haft verurteilt. Am 17. August 1987 beging er im alliierten Kriegsverbrechergefängnis Berlin-Spandau Selbstmord. Sein Selbstmord bedient das Bedürfnis der rechten Szene nach vermeintlichen Märtyrern. Sein Freitod wird dafür zu einer Mordtat durch die Alliierten uminterpretiert. Die alljährlichen ›Gedenkmärsche‹ zum Todestag von Rudolf Heß sind Kristallisationspunkte der Neonazi-Szene. Versände bieten Bekleidung und Accessoires mit seinem Konterfei an. Sein Schlusswort im Nürnberger Prozess mit dem Ausspruch »Ich bereue nichts«, in dem Heß ein deutliches Bekenntnis zum NS ablegt, wird auf Postern oder in Fanzines gern zitiert. Erhältlich sind auch T-Shirts zu den einzelnen Heß-Gedenkmärschen, z.B. ›Rudolf Heß Marsch 1997 Roskilde‹.