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Balladen/ LiedermacherInnen
Balladenartige Stücke gehören mittlerweile zum festen Repertoire vieler RechtsRock-Bands, werden jedoch vor allem von rechten LiedermacherInnen auf Aufmärschen, Kongressen und Kameradschaftsabenden gespielt.
Mehr noch als RechtsRock-Bands sorgen sie für eine direkte Verknüpfung zwischen neonazistischer Politik und (Musik-)Kultur. Viele InterpretInnen sind zudem selbst in einschlägigen Organisationen aktiv. Über die balladenartige Musik funktioniert ein oft sehr emotionaler Transport neonazistischer Ideologie-Elemente (Kriegserinnerungen, Familienidylle und andere). Die Zahl der Konzerte mit LiedermacherInnen nahm in der extremen Rechten in den letzten Jahren stetig zu, auch aus den Gründen, dass diese mit erheblich geringerem organisatorischen und technischen Aufwand durchführbar sind und dass sie im Gegensatz zu Rechtsrock-Konzerten von den Behörden seltener verhindert bzw. aufgelöst werden. Bekannteste neonazistische Liedermacher sind Frank Rennicke (Foto oben) und Sleipnir (Foto unten links). Rennicke hat auch ein eigenes Symbol geschaffen: Gekreuzte Gitarre und Schwert (u.a. als Anstecker und Shirt-Motiv erhältlich). Beliebtheit erfährt auch die Liedermacherin Annett Müller. Viele Musiker bekannter Rechtsrock- Bands unterhalten auch Solooder Duo-Projekte als Liedermacher, zum Beispiel der britische Musiker Ken McLellan von der Blood & Honour nahen Band Brutal Attack, der in Deutschland meist in einem Liedermacher- Duo auftritt. Das Bild unten rechts zeigt ihn auf einem Liederabend in Hessen im Jahr 2008.