Werwolf
Werwölfe sind dem Mythos nach Menschen, die sich bei Vollmond in blutrünstige Wölfe verwandeln. Werwolf war auch der Name einer SS-Organisation, die hinter den feindlichen Linien einen Untergrundkampf gegen die Alliierten weiterführen sollte.
»Eine unbekannte Zahl ›Wehrunwilliger‹, Soldaten, Zivilisten und selbst Amtsträger der Partei, fiel den (...) Mordbefehlen zum Opfer. Wenige Tage vor Kriegsende wurden Männer und Frauen, darunter eine Schwangere, in der oberbayerischen Stadt Penzberg von einem vermummten Werwolf-Kommando unter Führung des Schriftstellers Hans Zöberlein gnadenlos ermordet, weil sie die sinnlose Verteidigung ihrer Vaterstadt verhindern wollten (Penzberger Mordnacht).« [Teil II: Lexikon: Werwolf, S.4. Digitale Bibliothek Band 25: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, S.2872 (vgl. EdNS, S.804) c) Verlag Klett-Cotta] Der Name der Organisation geht zurück auf den Roman Der Wehrwolf von Hermann Löns. Die Wolfsangel (auch Gibor-Rune), Symbol des Wehrwolfes bei Löns, wurde von militärischen Einheiten im Zweiten Weltkrieg und der Werwolf-Organisation benutzt. [Weiterführende Literatur: Rose, Arno: Werwolf 1944-1945, Stuttgart 1980] Neonazistischen Kreisen dient der Rückgriff auf die Werwolf-Organisation als Ausdruck ihres unbedingten Kampfeswillen, der die Vernichtung ihrer politischen Gegner mit einschließt. Der Name wird von Bands und Wehrsportgruppen oder in anonymen Drohungen benutzt. Die Wolfsangel ist weit verbreitet. Eine Eintragung der Modemarke Werwolf Germany wurde 2001 mit Hinweis auf den »nationalsozialistischen Hintergrund« des Namen vom Deutschen Patent- und Markenamt abgelehnt.
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